Was brauche ich für den veganen Nachtisch? Welche Lampe würde unsere Einrichtung perfekt machen und wie funktioniert denn jetzt nochmal dieses Yoga-Workout? Pinterest liefert uns viele Antworten auf die essentiellen Fragen des (alltäglichen) Lebens. Die Foto-Plattform gilt immer noch als „Underdog“ im Social Media Marketing, dabei bietet sie gegenüber den anderen Plattformen einige Vorteile, aber dazu später mehr.

Kunst, Style, Mode, Urlaubsplanung und Do-It-Yourself-Projekte

 

2010 gegründet, übrigens im gleichen Jahr wie Konkurrent Instagram, schufen die Gründer Ben Silbermann, Paul Sciarra und Evan Sharp das soziale Netzwerk, das sich vor allem auf das Posten virtueller Pinnwände und dem Entdecken von Ideen für den Alltag spezialisiert hat. Mit mittlerweile 250 Millionen Nutzern und rund 175 Milliarden Pins weltweit gehört Pinterest zu den größten Fotoplattformen der Welt. Allein 50 Millionen neue Nutzer wurden in den letzten zwölf Monaten akquiriert.  Vor allem in den Bereichen Kunst, Style, Mode, Urlaubsplanung und Do-It-Yourself-Projekten stöbern die Nutzer gerne durch die Pinnwände und lassen sich inspirieren. Anders als bei Instagram und Facebook werden die Inhalte im Hochformat gepostet.
Marketer aufgepasst – der Erfahrung nach funktionieren auf Pinterest vor allem nützliche und informative Pins, im besten Fall mit Text-Overlays und saisonalem Bezug. Für große Unternehmen stellt Pinterest derzeit eine interessante Ergänzung zu den üblichen Social-Media-Kanälen dar.

 

IKEA als funktionierendes Beispiel

 

Dass die Plattform (in Deutschland) immer noch unter dem Radar läuft, ist nicht zuletzt an dem knappen deutschsprachigen Wikipedia Artikel  zu erkennen. Das liegt natürlich zum großen Teil an der Dominanz von Facebook-Tochter Instagram. Marketer sollten aber dennoch einen genaueren Blick auf den Underdog werfen. Mit einer ausgetüftelten Strategie ist es für Unternehmen möglich, die Nutzer gezielt anzusprechen.  Der eigene Content lässt sich in verschiedenen Themenbereichen differenziert und übersichtlich darstellen. Ein gutes Beispiel dafür ist Ikea:

(Screenshot vom 21.12.2018)

Hilfreicher Content bringt hohe Reichweite

 

Das Möbelhaus verfolgt eine klare Strategie. Beispiel gefällig? Mit ihrer derzeitigen Kampagne „Gemütliche Weihnachten“, bei der User ihr „Traum-Weihnachtswohnzimmer“ darstellen sollten (natürlich idealerweise mit Ikea-Einrichtungsgegenständen), konnte der schwedische Konzern seine Follower-Zahl fast verdoppeln. Aber auch für kleinere Unternehmen und (P)In(t)fluencer ist die Foto-Plattform interessant. Durch den Einsatz themenspezifischer Pins können diese relativ einfach eine hohe Reichweite erzeugen. Die höchste Relevanz erhält Content, der hilfreich für die Nutzer ist – wie etwa eine Bastelanleitung.

 

Wie geht’s weiter?

 

Das vergangene Jahr lief für Pinterest wie am Schnürchen. Als Krönung soll jetzt der Börsengang erfolgen. Wir werden gespannt verfolgen, wie es auf der Foto-Plattform weitergeht und können euch nur empfehlen, euch mit Pinterest auseinanderzusetzen. 😉